Mittwoch, 27. November 2013

Geburtstagstorte einmal anders


Seit Wochen fiebere ich diesem Tag entgegen, diesem Tag an dem ich endlich wieder eine Geburtstagstorte machen kann! 
Mister M's Mama hat Geburtstag und zu Geburtstagen verschenken M und ich manchmal Torten. Aber nicht irgendwelche sondern zu den Vorlieben oder zum Beruf des Geburtstagskindes passend. 

Mister M's Mama ist also Verkäuferin für Matratzen (Gott sei Dank nicht für Autos oder Space Shuttles) - also theoretisch eine einfache Übung. 

Die Anforderung an die Masse sind auch nicht so hoch, schmecken muss sie, sich in einem Backrahmen rechteckig backen lassen und es muss natürlich ein neues Rezept sein.

Also Backbücher durchforstet - bei Oetker's Weihnachtskuchen bin ich dann fündig geworden. Eine Karotten-Nuss-Masse solls werden. Oetker verziert mit rosa Marzipan und Schokosternchen, wir mit weißem Rollfondant und rosa Perlen. 

Nun ist also Samstag Nachmittag - Zutaten sind bereitgestellt, Küchenmaschine herausgekramt und mein Nervenkostüm bereits angespannt. 
Der Backrahmen muss mit Backpapier ausgekleidet werden, ich tue mein möglichstes aber dieses verdammte Ding rutscht übers Backbleck wie nur was. Noch dazu geht es ständig auseinander. 
Dann passt das halbwegs. Also Reib-Aufsatz auf die Küchenmaschine montiert, Schalter betätigt - es tut sich nix. Zwischenzeitlich steht Mister M in der Küche und beäugt den Backrahmen misstrauisch. Ob das denn mein Ernst wäre, da kriegt ja der Kuchen Falten vom Backpapier? Ein neues Backpapier muss her, der Ingenieur in M kommt durch. Während ich mich auf die Suche nach der Bedienungsanleitung für die Maschine mache, kleidet Mister M den Backrahmen faltenfrei aus. (Um dann, als der Kuchen fertig ist, sowieso rundherum mal die Kanten abzuschneiden, kosten muss man ja ;) )
Bedienungsanleitung gefunden - weil auch M ist ratlos, warum es nicht funktioniert. in Blick in die Anleitung verrät uns, dass die Originalrührschüssel in der Halterung sein muss, sonst tut sich da nix! 
Nun endlich kann das Rühren und Raspeln beginnen und in kürzester Zeit ist das Ding im Ofen. Ja und ich bete, dass es noch aufgeht. Weil, für einen 2. Versuch fehlen die Eier. 

Nach bangen 40 Minuten kommt der Kuchen aus dem Ofen, er hat sich auf gut 4cm Höhe verdoppelt. 
Gefühlte 300 Stunden später ist der Kuchen soweit kalt, dass Mister M wieder in der Küche erscheint und den Kampf mit dem Rollfondant aufnimmt. Backen liegt ihm ja eigentlich nicht aber ein Händchen für Fondant hat er wie ich immer wieder neidisch feststellen muss. Für den Rand der Matratze machen wir eine dünne Rolle, der Rest wird geknetet, ausgerollt, gemessen, weiter ausgerollt und schließlich stellen wir uns die Frage aller Fragen - wie kommt der Fondant von der Matte auf den Kuchen? 
Gott sei Dank schaffen wir das unfallfrei, weil, auch den Fondant hab ich nicht auf Vorrat im Haus. Und dann ist Mister M in seinem Element und dekoriert mit ingenieurmässiger Genauigkeit.
Das Ergebnis seht ihr hier:

(Lecker war er übrigens auch!)

Bis bald,
Miss L







Kommentare:

  1. Mein Kompliment Miss L, sieht fantastisch aus!

    Alles Liebe
    Alex

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  2. Kleiner Tipp: Backblech ganz wenig feucht machen, und das Backpapier hält dort wo man es haben möchte

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