Donnerstag, 27. März 2014

Palatschinke oder Pancake - das ist hier die Frage!

Eigentlich liebe ich ja Palatschinken und sehe auch überhaupt nicht ein, warum ich amerikanischem Essen den Vortritt geben sollte, aber ausprobieren wollte ich es halt trotzdem einmal. Nur einmal, wirklich, ehrlich, und dann wollt ich's bleiben lassen. Wirklich! Nur gab's da ein Problem: die Pancakes wurden einfach nix! So überhaupt nix! Also schon, ein riesengroßer Gatsch den man möglicherweise mit sehr viel Fantasie auch als misslungenen Kaiserschmarren verkaufen hätte können. Und da hat mich dann halt doch der Ehrgeiz gepackt. Es kann doch nicht sein, dass ich etwas, das so einfach zu sein scheint nicht und nicht schaffe! Entweder blieben die Pancakes so flach wie Palatschinken, sie sind mir verbrannt oder waren optisch toll haben aber furchtbar geschmeckt. Also dann, denk ich mir, starte ich noch einen Versuch, einen allerletzten mit Unterstützung von Frau Kreativ, und wenn das nicht's wird dann bleib ich dabei: Palatschinken! Weil kein einziges Rezept bisher "gefruchtet" hat bastle ich mir eben selbst eines zusammen....und siehe da, auf einmal funktioniert's!

Pancakes 

(ca 6-7 Stück)

1 Ei
Salz
2 EL Zucker
1 Vanilleschote
10 ml Buttermilch
3 EL Mehl
1 EL Schlagobers
Zitronenzesten
nach Geschmack: Trockenfrüchte
geklärte Butter

Eier trennen. Eidotter mit 1 EL Zucker, 1 Prise Salz, dem Vanillemark (Vanilleschote aufheben!), Zitronenzesten, dem Obers und der Buttermilch glatt rühren und Mehl unterheben. Das Eiklar mit 1 Prise Salz und dem zweiten EL Zucker steif schlagen und vorsichtig unter die Dottermasse heben. Die geklärte Butter in einer Pfanne erhitzen, mit einem kleinen Schöpfer Pancakes in die heiße Butter setzen und die Temperatur auf mittlere Stufe zurückdrehen. Pancakes mit Trochenfrüchten bestreuen (ich habe hier Weichseln verwendet). Sobald die Masse gestockt hat die Pancakes wenden und fertig backen. Zum Abtropfen auf ein Küchenpapier geben. 

Falls man dann noch folgendes dazu machen möchte, die Pancakes einstweilen im Ofen warm halten.

Karamellisierte, gesalzene Bananen

2 EL Zucker
frischgepresster Orangensaft (1/2 Orange)
1 TL Butter
1 Schuss Rum
2 Bananen, geschält und klein geschnitten
1/2 TL Zimt
Salz!!!
ausgekratzte Vanilleschote (von den Pancakes)

Zucker in einen kleinen beschichteten Topf geben und warten bis dieser flüssig wird (Vorsicht, verbrennt leicht!). Die Butter am Rand entlang zerfliessen lassen und dann unter den flüssigen Zucker rühren. Wenn sich alles gut vermengt hat mit Rum ablöschen und den Orangensaft sowie die Vanilleschote dazugeben. Alles so lange rühren, bis sich das Karamell aufgelöst hat. Die klein geschnittene Banane hinzufügen, ebenso wie den Zimt und das Salz. Man kann bei diesem Gericht gerne mehr Salz nehmen, in etwa einen halben Teelöffel. Den Topf vom Herd nehmen und diesen abdrehen. Alles kurz durchziehen lassen. Die Pancakes mit den karamellisierten Bananen anrichten.
Mahlzeit!
Die Pancakes sind richtig toll geworden - auch ohne Backpulver: flaumig, zart und weich! Palatschinken mag ich noch immer lieber aber zumindest weiß ich jetzt: Pancakes sind keine schlechte Alternative. 

Die gesalzenen, karamellisierten Bananen haben sich allerdings als ABSOLUT köstlich entpuppt! Oh, diesen Geschmack werde ich wohl noch lange in Erinnerung haben....oder ich mach mir ganz bald wieder mal welche. Wo bekomm ich am Sonntag Nachmittag nochmal Bananen her? Wie lange braucht ein Bananenbaum bis er Früchte trägt?

Eure
Frau Wiese

Dienstag, 25. März 2014

A Taste of India

Letzten Samstag war es so weit - Teil 2 unseres Weihnachtsgeschenks wurde eingelöst und entführte uns auf eine kulinarische Reise durch Indien.

Die Indische Küche teilt sich in 4 Regionen:
Nordindien:  es werden viele Milchprodukte wie zB Joghurt verwendet, auch ist der Fleischkonsum hoch. Der Lehmofen "Tandur" ist oft in Verwendung - zb für das Tandoori Chicken.  Von der Schärfe eher gemäßigt.

Ostindien: Reis ist ein wichtiges Grundnahrungsmittel, es gibt viel Gemüse und was eher unüblich ist für Indien - Süßwasserfisch. Wichtige Gewürze sind Senföl, Fenchel, Schwarzkümmel & Kreuzkümmel.

Südindien: Reis ist eines der wichtigsten Grundnahrungsmittel. Es werden Gemüse, Obst und Fisch/ Meersefrüchte gegessen. Kokosmilch findet hier - nicht nur in Currys - Verwendung.  Charakteristisch ist auch der Einsatz von grünen & roten Chilies, Pfeffer (aus Kerala) sowie Knoblauch und Ingwer.

Westindien:  Je nach Region in Westindien ist die Küche unterschiedlich. In Goa (an der Küste) wird viel Fisch gegessen. Auch Schweinefleisch ( hoher Anteil an Katholiken) kommt auf den Tisch bzw. in den Topf. In der Region Gujarat gibt es die meisten vegetarischen Gerichte. Generell sind die Gerichte kräftig gewürzt und es werden viele Gericht aus Hülsenfrüchte (Dals) serviert.

Im Indisch-Kurs von Kochen in Wien unter der Leitung von Clemens kochten wir uns durch den Subkontinent.

Als Vorspeise gab es Tandoori-Chicken mit Minz-Joghurt auf Blattsalaten . Da wir keinen Tandoori-Ofen hatten, wurde das Hendl im Backofen gegrillt. Auch die rote Lebensmittelfarbe ließen wir weg. Würde sich aber optisch auf alle Fälle besser machen als so eine blasse Hühnerbrust :)

Dann gab es eine Rote Linsensuppe. Leider werden rote Linsen beim Kochen gelb. Tut aber dem Geschmack keinen Abbruch. Wer die Suppe rot/ orange haben möchte, gibt Karotten dazu.

Das nächste Gericht heißt "Lammkronen Madras". Die Madras-Sauce angenehm würzig, sie scharf zu nennen wäre übertrieben. Lammkronen sind sowieso immer gut. Nur find ich, war die Sauce einfach zu würzig für das Lamm. Dazu gebratene Okraschoten mit Mango und gestampfte Marsala Kartoffeln. Ich hatte vorher noch nie Okra gegessen, nur gelesen, dass sie sehr schleimig sind. Nun ja - schleimig waren sie trotz Einlegen in Essigwassers. Geschmacklich erinnern sie an Zucchini. Ich mag sie :) Ob ich sie jemals zuhause zubereite kann ich allerdings nicht sagen. 

Mister M und ich haben dann DAS "indische" Gericht schlechthin zubereitet -  Chicken Tikka Masala.
Wurde in Großbritannien erfunden und ist lt Wiki eines der beliebtesten Gerichte auf der Insel. Wenn ich mich richtig an einen Fernsehbericht erinnere, gab/ gibt es in Großbritannien einen akuten Mangel an (indischen) Köchen, die dieses Gericht zubereiten können. Es wurden dann eigene "Curry Colleges" gegründet, in denen die Briten indisch kochen lernen können.
Das Chicken Tikka Masala ist im Prinzip nix anderes als ein Curry. Und sehr lecker!

Dazu gab es dann Safranreis, ein Kichererbsencurry, Fisch Bengali - der war leider fast geschmacklos. Und ein Erbsen-Minzpüree mit Kokosmilch. Gewöhnungsbedürftig und absolut nicht mein Fall.

Das Highlight schlechthin war das Dessert - warme Bananen-Karamelltarte! Ein Traum!

Satt und zufrieden machten Mister M und ich uns dann nach 6 Stunden Kochen auf den Heimweg. Wir freuen uns schon auf die nächste Kurse - hoffentlich gibt es bald die Indonesische Küche zu entdecken und, was uns fast noch wichtiger ist - einen Sushi-Kurs!

Bis bald,
Miss L