Dienstag, 1. April 2014

Mehr Curry

Eine Zeit lang, als wir grade umgezogen waren und noch keine Küche hatten (wobei, die Küche war schon da aber keine Arbeitsplatte) - sind Mister M und ich öfter mal zu Ikea gefahren. Gott sei Dank wohnen wir nur 10 Minuten entfernt und mal ehrlich, bei Ikea findet man ja immer irgendwas, was man noch brauchen könnte. Grade, wenn man mit einem kompletten Hausrat umgezogen ist. :) Also waren wir nicht nur wegen des Essens dort.
Irgendwann kam dann die Arbeitsplatte und mit vereinten Kräften haben wir die Küche montiert (mach ich nie wieder, genauso wie Fliesen legen. Gott sei Dank gibt es ja Menschen, die das beruflich machen.).

Somit wurden die Fahrten zu Ikea eingstellt - und die Fleischbällchen im Tiefkühlpack zum Nach-Hause nehmen haben uns nicht wirklich überzeugt.

Ich machte mich auf die Suche nach einem Rezept für die Eigenproduktion. Leider fand ich soviele, dass ich mich nicht entschließen konnte, welches wir probieren. Also machten wir was ganz anderes. Immerhin sind es auch Bällchen - mit Curry. (Hab ich schon erwähnt dass wir Curry mögen?)

Curry-Fleischbällchen (ca 15 Stück)

500g mageres Faschiertes
4 EL Semmelbrösel
2 EL Curry (oder mehr oder weniger, nach Geschmack)
ca 1 TL Salz
Pfeffer nach Gefühl
Chili nach Gefühl
4 EL Pinienkerne oder Cashewkerne, gerne auch geröstet und gehackt

Als Beilage Reis, Gemüse, Curryketchup, Joghurtsauce, ...

Faschiertes, Brösel, Gewürze und Kerne in einer Schüssel gut verkneten, Bällchen formen (ca in der Größe von Golfbällen). Auf ein mit Alufolie belegtes Blech legen und bei 200 Grad ca 25 Minuten backen (Umluft).


Alternativ kann man die Bällchen sicher auch in der Pfanne rausbraten. Möglicherweise werden sie dadurch etwas saftiger.
Wir haben sie bis jetzt immer nur im Backofen gemacht da wir versuchen,  Fett einzusparen. Einfach weil wir draufgekommen sind, dass es uns damit besser geht.

Bis zum nächsten Curry-Rezept :)
Miss L

Donnerstag, 27. März 2014

Palatschinke oder Pancake - das ist hier die Frage!

Eigentlich liebe ich ja Palatschinken und sehe auch überhaupt nicht ein, warum ich amerikanischem Essen den Vortritt geben sollte, aber ausprobieren wollte ich es halt trotzdem einmal. Nur einmal, wirklich, ehrlich, und dann wollt ich's bleiben lassen. Wirklich! Nur gab's da ein Problem: die Pancakes wurden einfach nix! So überhaupt nix! Also schon, ein riesengroßer Gatsch den man möglicherweise mit sehr viel Fantasie auch als misslungenen Kaiserschmarren verkaufen hätte können. Und da hat mich dann halt doch der Ehrgeiz gepackt. Es kann doch nicht sein, dass ich etwas, das so einfach zu sein scheint nicht und nicht schaffe! Entweder blieben die Pancakes so flach wie Palatschinken, sie sind mir verbrannt oder waren optisch toll haben aber furchtbar geschmeckt. Also dann, denk ich mir, starte ich noch einen Versuch, einen allerletzten mit Unterstützung von Frau Kreativ, und wenn das nicht's wird dann bleib ich dabei: Palatschinken! Weil kein einziges Rezept bisher "gefruchtet" hat bastle ich mir eben selbst eines zusammen....und siehe da, auf einmal funktioniert's!

Pancakes 

(ca 6-7 Stück)

1 Ei
Salz
2 EL Zucker
1 Vanilleschote
10 ml Buttermilch
3 EL Mehl
1 EL Schlagobers
Zitronenzesten
nach Geschmack: Trockenfrüchte
geklärte Butter

Eier trennen. Eidotter mit 1 EL Zucker, 1 Prise Salz, dem Vanillemark (Vanilleschote aufheben!), Zitronenzesten, dem Obers und der Buttermilch glatt rühren und Mehl unterheben. Das Eiklar mit 1 Prise Salz und dem zweiten EL Zucker steif schlagen und vorsichtig unter die Dottermasse heben. Die geklärte Butter in einer Pfanne erhitzen, mit einem kleinen Schöpfer Pancakes in die heiße Butter setzen und die Temperatur auf mittlere Stufe zurückdrehen. Pancakes mit Trochenfrüchten bestreuen (ich habe hier Weichseln verwendet). Sobald die Masse gestockt hat die Pancakes wenden und fertig backen. Zum Abtropfen auf ein Küchenpapier geben. 

Falls man dann noch folgendes dazu machen möchte, die Pancakes einstweilen im Ofen warm halten.

Karamellisierte, gesalzene Bananen

2 EL Zucker
frischgepresster Orangensaft (1/2 Orange)
1 TL Butter
1 Schuss Rum
2 Bananen, geschält und klein geschnitten
1/2 TL Zimt
Salz!!!
ausgekratzte Vanilleschote (von den Pancakes)

Zucker in einen kleinen beschichteten Topf geben und warten bis dieser flüssig wird (Vorsicht, verbrennt leicht!). Die Butter am Rand entlang zerfliessen lassen und dann unter den flüssigen Zucker rühren. Wenn sich alles gut vermengt hat mit Rum ablöschen und den Orangensaft sowie die Vanilleschote dazugeben. Alles so lange rühren, bis sich das Karamell aufgelöst hat. Die klein geschnittene Banane hinzufügen, ebenso wie den Zimt und das Salz. Man kann bei diesem Gericht gerne mehr Salz nehmen, in etwa einen halben Teelöffel. Den Topf vom Herd nehmen und diesen abdrehen. Alles kurz durchziehen lassen. Die Pancakes mit den karamellisierten Bananen anrichten.
Mahlzeit!
Die Pancakes sind richtig toll geworden - auch ohne Backpulver: flaumig, zart und weich! Palatschinken mag ich noch immer lieber aber zumindest weiß ich jetzt: Pancakes sind keine schlechte Alternative. 

Die gesalzenen, karamellisierten Bananen haben sich allerdings als ABSOLUT köstlich entpuppt! Oh, diesen Geschmack werde ich wohl noch lange in Erinnerung haben....oder ich mach mir ganz bald wieder mal welche. Wo bekomm ich am Sonntag Nachmittag nochmal Bananen her? Wie lange braucht ein Bananenbaum bis er Früchte trägt?

Eure
Frau Wiese